Formenlehre

Im Yang-Stil nach Yang ZhenHe gibt es verschiedene Formen. Unten aufgeführt finden Sie die wichigsten Formen.

 

Handform mit 13 Bewegungen

Diese Form ist eine sehr kurze Form, die alle wichtigen Bewegungen aus den längeren Formen enthält. Die Bewegungen werden in die acht Himmelsrichtungen ausgeführt.

 

Handform mit 38 Bewegungen

Diese Form ist auf das wesentliche komprimiert. Sie enthält sowohl Bewegungsabläufe aus der 85er Form nach Yang ChengFu, als auch Bewegungsabläufe aus der 108er Form nach Yang BanHou.

 

Handform mit 85 Bewegungen

Diese Form ist die traditionell geübte Form nach Yang ChengFu. Ihr Ablauf ist sehr langsam und fließend, ohne Änderungen im Tempo.

 

Handform mit 108 Bewegungen

Diese Form geht auf Yang BanHou zurück. Sie ähnelt im Ablauf der Form nach Yang ChengFu, enthält aber noch Sprünge, schnelle Passagen und fajin-Bewegungen (das sind schnelle Kraftentladungen). Sie ist die forderndste Form und sollte nicht direkt zu Anfang erlernt werden.

 

Säbelform mit 13 Bewegungen

Die Säbelform beinhaltet schnelle kraftvolle Bewegungen und Sprünge. Die Energie ist eher geradlinig-hackend. Sie wird insgesamt mit einem recht hohen Tempo ausgeführt.

 

Stockform mit 13 Bewegungen

Die Stockform übt die Verbindung von oben und unten, die Koordination von Hüfte, Hand und Fuß ganz besonders, da der lange, recht schwere Stab permanent Feedback gibt. Dadurch eignet sie sich sehr gut, um nach einer gewissen Übungszeit ein besseres Gefühl für die kurzen, kraftvollen Ganzkörperbewegungen zu bekommen, die typisch für den Yangstil sind.

 

Schwertform mit 54 Bewegungen

Die Schwertform wird sehr fließend, mit vielen Wechseln zwischen Schnell und Langsam sowie lockeren, eleganten Sprüngen und filigranen Stichen und Schnitten geübt.

 

TuiShou

Im TuiShou (auch Push Hands) genannt, wird mit einem Partner zusammen geübt. Es gibt 8 festgelegte Abläufe, die jeweils eine kurze Partnerübung ergeben oder aber kombiniert wie eine Form hntereinander geübt werden können. Die Ablufe werden mit steigendem Können immer freier. Zuerst beginnen die Routinen mit einfachen Abläufen im Stehen, dann werden Schritte hinzugefügt, die zuerst linear, danach sternförmig angeordnet sind. Zuletzt lösen sich die Partner ganz von festen Abläufen und üben ohne festgelegte Form. Diese Art des Übens kann bis in den Freikampf fortgeführt werden.